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Erste Schritte zu einem europäischen Rat



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Erste Schritte zu einem europäischen Rat


München, 25. Februar 2007.

An der Bayerischen Akademie für Werbung und Marketing (BAW) trafen sich am Samstag, den 23. Februar 2007, zehn PR-Repräsentanten aus Großbritannien, Italien, Schweden, Österreich, Spanien und der Türkei mit Dr. Horst Avenarius, dem Vorsitzenden des Deutschen Rates für Public Relations (DRPR). Sie bildeten eine "Europäische Task Force zur PR-Ethik".

Im Auftrag der letzten Mitgliederversammlung der Confederation Europeenne des Relations Publiques (CERP) sollten sie prüfen, ob das deutsche PR-Ratssystem europaweit übernommen werden kann. So war es bei der Jubiläumsfeier des deutschen PR-Rates im Oktober letzten Jahres in Berlin von einem CERP-Sprecher angekündigt worden.



V.l.: Rose-Marie Losier (DIRCOM), Gianfrancesco Rizzuti (Vorsitzender der CERP Task Force), Hans-Olof Karlsson (SPRA), Dr. Horst Avenarius (DRPR), Adrian Wheeler (CIPR), Serra Görpe (TUHID), Markus Pirchner (PRAVA)

V.l. (vorne): Collin Farrington (CIPR), Margaretha Sjoberg (Präsidentin der CERP), Fabrizio Falzarano (CIPR)


Avenarius erläuterte den spezifischen deutschen Hintergrund: Erstens eine anerkannte und im öffentlichen Bewusstsein verankerte Tradition der freiwilligen Selbstkontrolle der Kommunikationsberufe; Presse- und Werberat erlangten lange vor der Einrichtung des PR-Rates Ansehen und Autorität. Als zweite Besonderheit hob er die Trägerschaft dieser drei Räte durch mehrere Verbände hervor; sie verhindere, dass sie zu verbandspolitisch instrumentalisierbaren Unterausschüssen eines einzigen werden. Als drittes Merkmal nannte er die konsequente öffentliche Transparenz ihrer Verfahren; das schaffe das unbedingt erforderliche Vertrauen, vor allem angesichts ihrer doppelten Funktion als Spruchkammern bei Verstößen und Organen zur Weiterentwicklung moralischer Regelwerke.

Die Konferenzteilnehmer waren von den aufgezeigten Möglichkeiten beeindruckt. Ob sie sich auch in anderen Ländern verwirklichen lassen, soll jetzt geprüft werden. Bis zum Jahresende erhofft sich die Expertengruppe ein Ergebnis dieser Erkundungen und weitere Gespräche. "Als langjähriger BAW Studienleiter," sagte Avenarius, "bin ich stolz darauf, dass der Start zu diesem Vorhaben an der BAW stattfand."


Pressekontakt:
Julia Jerg

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